Ich vermute, dass der stärkere Unterschied am Ende des Auszugs massgeblich an der Geometrie der Uukha-Wurfarme liegt. Nicht umsonst hat Uukha eine andere Vorstellung von idealer Standhöhe.rstoll hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 10:14 Kurz auf die Schnelle:
@Landbub: Bitte meine physikalische Ungenauigkeit in der Formulierung zu entschuldigen: Der exaktere Begriff wäre mechanische Arbeit gewesen.. Das ist interessant. Da ich nur bis 28'' gemessen habe, wäre der Bereich drübr mal interessant zu messen.Dem ist nicht so. Diese steigt mit der Standhöhe an
Auswirkung Standhöhenänderung
Re: Auswirkung Standhöhenänderung
Re: Auswirkung Standhöhenänderung
@Bernd
Danke für die Diagramme.
So ein "gut klingendes" Setup hatte ich mal in der Halle geschossen - ich konnte den Bogen in der Saison entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht auf längere Distanzen einstellen. Auf 18 m sah das Ganze OK aus (Rohschaft, Gruppierung etc), später draußen auf 50 m waren die Gruppen katastrophal. Das hat dann bei mir die Frage aufgeworfen, wie gut das Setup wirklich war.
Wenn Du jetzt bitte noch zu den von mir aufgeworfenen Fragen aus dem Post oben noch Stellung nehmen könntest, damit wir Deine Einwürfe einordnen können? Danke.
Danke für die Diagramme.
OK. Lass uns mal schauen, was "optimal" bedeuten mag.wapi hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 09:10 Standhöhe wird definiert: "Die vom Hersteller empfohlene optimale Distanz zwischen Griffkante und Sehne, die für eine optimale Schußleistung wichtig ist. Auch als Sehnen- oder Spannhöhe bezeichnet." (Zitat aus dem Lehrbuch es Bogensports von John C. Williams)
Keine Frage. Ist aber keine neue Erkenntnis. Und das ist auch unmittelbar in den Diagrammen ersichtlich.
Das scheint einer Deiner Lieblingssätze zu sein...
Ich bin absolut ein Freund davon, Grundprinzipien anhand definierter Experimente oder Berechnungen herauszufinden und diese Erkenntnisse dann später anzuwenden. Wenn ich weiß, was eine bestimmte Änderung bewirkt, kann ich sie gezielt einsetzen.
Tja, und da laufen unsere Auffassungen, was "optimal" bedeutet, wohl auseinander. Für mich hat ein System in erster Linie so abgestimmt zu sein, dass die Gruppierung möglichst klein ist. Gerne als Randbedingung dazu ohne horizontale Visierverstellung fürs Feldschießen. Welche Töne der Bogen macht, das kommt erst später auf der Wunschliste. Meine Bögen waren meist etwas lauter als der Rest. Ist so.
So ein "gut klingendes" Setup hatte ich mal in der Halle geschossen - ich konnte den Bogen in der Saison entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht auf längere Distanzen einstellen. Auf 18 m sah das Ganze OK aus (Rohschaft, Gruppierung etc), später draußen auf 50 m waren die Gruppen katastrophal. Das hat dann bei mir die Frage aufgeworfen, wie gut das Setup wirklich war.
Wie gesagt, der Bogen muss zunächst einmal treffen, nicht notwendigerweise gut klingen, einen möglichst hohen Wirkungsgrad nimmt man aber gerne mit - wobei der meist mit einem ruhigeren System einhergeht. Wenn man durch den Abstimmungsprozess geht, wird man nach einem Grundsetup mehrere Parameter verändern und schauen, wann man die beste Gruppierung und wenns geht hohe Pfeilgeschwindigkeit erhält.wapi hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 09:10 Um bei dem Zitat aus dem Fachbuch zu bleiben: Eine über die Wahl des Sehnenabstands optimale Schießleitung ist eine eher individuelle Grundsatzeinstellung, die davon ausgeht, ob ich mit einem hochgetillerten Bogen, niedriger Standhöhe, niedrigsträngige Bogensehne aus hochfestem Sehnengarn und weiteren Bestandteilen eines entsprechenden Feinteunings maximal Pfeilgeschwindigkeiten erreichen will, oder ob ich auf meinen Bogen höre, und ihn danach einstelle, dass er sich am angenehmsten und ruhigsten schießen läßt.
Wobei man hier die technischen Daten nicht nutzt (oder doch und wenn ja, wie?), sondern schlicht das System iterativ optimiert, wie oben geschrieben. Mir gefällt da beispielsweise das von Sebastian dargestellte Auswahlverfahren für Sehnengarne.
Ja, natürlich. Letztendlich läuft es darauf hinaus, s.o. zum Abstimmen.
Wenn Du jetzt bitte noch zu den von mir aufgeworfenen Fragen aus dem Post oben noch Stellung nehmen könntest, damit wir Deine Einwürfe einordnen können? Danke.
Grüße, Matthias
Als User schreibe ich schwarz, als Moderator rot.
Als User schreibe ich schwarz, als Moderator rot.
Re: Auswirkung Standhöhenänderung
Sorry für die späte Reaktion. Das Forum hatte mich nicht informiert, dass es hier Antworten gibt.b_der_k_te hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 11:29 Ich würde auch noch gerne mehr über Landbubs Testreihe erfahren. Wenn Du schreibst.
Ich habe einfach versucht, die Theorie im Video der Archerygirls praktisch nachzustellen (https://youtu.be/rWzaPIJVF88 bei ca. 11:00): Welchen Einfluss hat die Standhöhe und damit die Position des Lösens des Pfeils von der Sehne wirklich auf a) Papiertest in 2m Entfernung (schwierig, da was abzulesen mit Fingerablass) und b) Gruppierung auf 30m.b_der_k_te hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 11:29heißt das, daß Du Dir im Vorfeld schon überlegt hattest um wie viel langsamer der Pfeile sein müssten? Das habt Ihr dann auch gemessen und es gab eine Diskrepanz?
Bisher galt für mich eben, wie allgemein üblich: je geringer die Standhöhe, desto schneller der Pfeil. Und natürlich der umgekehrte Fall.
Und genau das konnte ich eben nicht feststellen. Daraufhin mit jeweils 20 Pfeilen Geschwindigkeit gemessen mit Streichung von dreien am jew. Ende. Alles ohne Schießmaschine.
Dabei konnte ich eine leicht größere Geschwindigkeit feststellen, wenn man mit der Standhöhe 5mm runter gegangen ist. Bei Erhöhung der Standhöhe konnte ich die erwartete niedrigere Geschwindigkeit aber eben nicht feststellen. Darum x mal das Zuggewicht gemessen. Auch hier nix genaues. Last Chance Waage mit arretiertem Korken am Messpfeil. Aber es war ganz klar, dass die Endhaltekraft jenseits meiner Wohlfühl-Standhöhe, die 2mm mehr ist als uukha vorschlägt als Mittelmass (also im gegebenen Intervall) ansteigt. Ich habe davon bisher nirgendwo gehört und bin da entsprechend überrascht. Es war auf einem Kinetic Mittlteil mit RCX100 Wurarmen auch nachvollziehbar. Nicht viel. Aber 5mm mehr Standhöhe brachte 0,5 bis 1# mehr an Endhaltekraft.
Ja, es sind 36# Omegas. Sorry.b_der_k_te hat geschrieben: ↑17. Feb 2026, 11:29 Aber landbub, ist Dir da nicht doch irgendein Tipp-Fehler bei Deinen Angaben unterlaufen?
30lbs Wurfarme auf einem wie ich annehme 27" Mittelstück, können bei 29" Auszug (AMO?) nie und nimmer auf 37+ lbs kommen.
Sind es vielleicht 36 oder 38lbs WAs?
-
b_der_k_te
- Moderator
- Beiträge: 707
- Registriert: 28. Mai 2018, 09:38
- Wohnort: Wien
Re: Auswirkung Standhöhenänderung
Danke landbub für die nochmal genauere Beschreibung.
Unerwartete Beobachtungen die Du dabei gemacht hast, wenn Du sogar schreibst das Du es selbst nicht vermutet hättest.
Wie ist das mit dem Korken am Messpfeil? Das heißt man zieht den Bogen mit eingenocktem Messpfeil so lange aus bis der darauf befestigte Korken am Mittelstück ansteht? Theoretisch hätte man dann eine Zugkraft-Toleranz von "Korken berührt ganz leicht das MT" bis "Korken verschiebt sich am Messpfeil oder Messpfeil nockt sich selbst aus"?
Unerwartete Beobachtungen die Du dabei gemacht hast, wenn Du sogar schreibst das Du es selbst nicht vermutet hättest.
Wie ist das mit dem Korken am Messpfeil? Das heißt man zieht den Bogen mit eingenocktem Messpfeil so lange aus bis der darauf befestigte Korken am Mittelstück ansteht? Theoretisch hätte man dann eine Zugkraft-Toleranz von "Korken berührt ganz leicht das MT" bis "Korken verschiebt sich am Messpfeil oder Messpfeil nockt sich selbst aus"?
Re: Auswirkung Standhöhenänderung
Der Messpfeil ist eine Spezialkonstruktion 
Bei dessen Nocke sind die Flügel durchbohrt, wo ein kleiner Nagel durchgesteckt werden kann. 1,5mm im Durchmesser geschätzt. Damit rutscht die Nocke nicht mehr von der Sehne.
Der Korken ist der Länge nach gebohrt und wird, wenn der Schütze im Anker steht, vor vorne gegen das Mittelteil geschoben und mit einem Holzkeil (a.k.a. "Häppchenspieß" - nehmen wir auch als Scheibennägel) dann arretiert.
Bedenke, das Setup ist nicht dazu gedacht, hier Messungen nach wissenschaftlichen Standards zu machen, sondern "um mal schnell" bei der Jugend die Werte der Hardware zu überprüfen.
Insofern ist da sicher eine Ungenauigkeit, die man nur minimieren kann durch entsprechend häufige Wiederholungen. Allerdings gehen hier 2 Werte Hand in Hand: das Ausbleiben des erwarteten Geschwindigkeits-Verlustes zusammen mit der festgestellen minimalen Erhöhung der Endhaltekraft.
Hinsichtlich Wiederholgenauigkeit habe ich mir zwar nen Klicker rangeschraubt (bin BB Schütze), aber "ein paar mm" Abweichung sind da natürlich immer möglich. Drum beim chronen dann ja auch 20 Pfeile abzüglich der 3 extrmwerte oben und unten. War am ende auf plusiminus 2 fps genau, wenn man meine, 25 EUR China Chroni tauen kann.
Bei dessen Nocke sind die Flügel durchbohrt, wo ein kleiner Nagel durchgesteckt werden kann. 1,5mm im Durchmesser geschätzt. Damit rutscht die Nocke nicht mehr von der Sehne.
Der Korken ist der Länge nach gebohrt und wird, wenn der Schütze im Anker steht, vor vorne gegen das Mittelteil geschoben und mit einem Holzkeil (a.k.a. "Häppchenspieß" - nehmen wir auch als Scheibennägel) dann arretiert.
Bedenke, das Setup ist nicht dazu gedacht, hier Messungen nach wissenschaftlichen Standards zu machen, sondern "um mal schnell" bei der Jugend die Werte der Hardware zu überprüfen.
Insofern ist da sicher eine Ungenauigkeit, die man nur minimieren kann durch entsprechend häufige Wiederholungen. Allerdings gehen hier 2 Werte Hand in Hand: das Ausbleiben des erwarteten Geschwindigkeits-Verlustes zusammen mit der festgestellen minimalen Erhöhung der Endhaltekraft.
Hinsichtlich Wiederholgenauigkeit habe ich mir zwar nen Klicker rangeschraubt (bin BB Schütze), aber "ein paar mm" Abweichung sind da natürlich immer möglich. Drum beim chronen dann ja auch 20 Pfeile abzüglich der 3 extrmwerte oben und unten. War am ende auf plusiminus 2 fps genau, wenn man meine, 25 EUR China Chroni tauen kann.