Hallo zusammen,
ich habe an meinem Recurvebogen bislang nur einen einfachen Monostabi verbaut.
Habe nun mal von einem Vereinskollegen sein Stabi-System probiert... also 2 Seitenstabis mit 10 Zoll Länge meine ich.
Die V-Bar war fest, also nicht einstellbar.
Ich fand das nicht unangenehm, im Gegenteil, irgendwie konnte ich den Bogen ruhiger halten, fühlte sich weniger "kippelig" an...
Nun meine Frage: wie ermittle ich die richtige Länge des Seitenstabis? Da gibts ja eine Vielfalt an Systemen...10 Zoll, 12 Zoll und länger....
Mein Kollege meinte er würde an meiner Stelle einen einstellbaren V-Bar nehmen...
Und einen kurzen Extender, 3-4 Zoll. Bringt das Gewicht etwas nach vorne was meist gewünscht ist.
Wie ermittle ich nun die richtige Balance des Bogens? Also wieviel Gewicht brauche ich auf den Seiten Stabis und vorne???
Aus der Mechanik (Hebelgesetze) denke ich das längere Seitenstabis weniger Gewicht benötigen und dadurch der Bogen leichter ist... was aber auch nicht unbedingt immer das Ziel ist wie mir gesagt wurde.
Danke für eure Tipps
balu069
Seitenstabi - Entscheidungshilfe
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b_der_k_te
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Re: Seitenstabi - Entscheidungshilfe
Meine Empfehlung: 12 Zoll Seitenstabis. Genau aus dem in Deinem letzten Satz erwähnten Grund.
Verstellbare V-Bar sind in der Regel schwer. Etwas was man nicht unbedingt nahe am Mittelstück haben braucht. Wenn man die Seitenstabis leicht nach unten geneigt haben möchte, dann gäbe es auch V-Bars mit so einem fixen Winkel eingebaut.
Ob mit oder ohne Extender ist meiner Ansicht nach Geschmackssache. Klar, der Extender "verlängert" den Monostabi und rückt die V-Bar mitsamt Seitenstabis nach vorne womit die Balance kopflastiger wird.
Aber Extender sind wiederum verhältnismäßig schwer und nahe am MT. Die gewünschte Balance kann man genausogut mit Gewichten an den Stabienden einstellen.
Verstellbare V-Bar sind in der Regel schwer. Etwas was man nicht unbedingt nahe am Mittelstück haben braucht. Wenn man die Seitenstabis leicht nach unten geneigt haben möchte, dann gäbe es auch V-Bars mit so einem fixen Winkel eingebaut.
Ob mit oder ohne Extender ist meiner Ansicht nach Geschmackssache. Klar, der Extender "verlängert" den Monostabi und rückt die V-Bar mitsamt Seitenstabis nach vorne womit die Balance kopflastiger wird.
Aber Extender sind wiederum verhältnismäßig schwer und nahe am MT. Die gewünschte Balance kann man genausogut mit Gewichten an den Stabienden einstellen.
Re: Seitenstabi - Entscheidungshilfe
Ich nutze eine verstellbare V-Bar, da ich so die Möglichkeit habe, alles zu variieren, bis ich die passende Einstellung für mich gefunden habe. Ich nutze die V-Bar von Shrewd. Ist zwar teuer, aber durch den Schnellverschluss und die vielen Einstellmöglichkeiten, lohnt es sich, auch in Hinblick auf die Haltbarkeit, wenn jemand mehrmals pro Woche Stabis rein- und rausschraubt.
Ein Extender macht den Bogen sehr kopflastig. Für mich ist das weniger etwas, da ich es nicht sonderlich angenehm empfinde, wenn der Bogen nach dem Schuss extrem stark nach vorne springt. Man muss zudem darauf achten, dass der Bogen bei starker Kopflastigkeit nicht während des Auszugs nach unten wandert, so dass man im Vollauszug wieder nach oben ins Ziel gelangen muss. Das kostet Kraft.
Wie viel Gewicht du brauchst und wie das ganze variiert sein sollte, ist was ganz individuelles. Viel Gewicht ist gut, aber man muss es auch halten können. Wenn die Schulter sich meldet, ist das dauerhaft ziemlich schlecht. Sinnvoll ist ein sehr leichter Stabi, an dem man nach Belieben Gewichte schrauben kann. Schwer machen geht immer irgendwie.
Wie lang der Stabi sein sollte und in welchem Winkel was steht, muss getestet werden. Das hängt auch davon ab, mit welchem Griff du schießt und wo dein Druckpunkt ist. Das ganze sollte so sein, dass der Bogen gut während des Auszugs ins Gold gebracht werden kann und er sich gerade aufstellt.
Da du ja offenbar noch nicht lange schießt, wird sich bei dir noch einiges ändern. Du wirst sicherlich auch noch einiges an deinem Bogen und Stabisystem ändern. Als ich das erste mal mit einem kompletten System geschossen habe, habe ich erst mal nur etwas irgendwie drangeschraubt. Mittlerweile probiere ich rum bis es mir gefällt.
Ein Extender macht den Bogen sehr kopflastig. Für mich ist das weniger etwas, da ich es nicht sonderlich angenehm empfinde, wenn der Bogen nach dem Schuss extrem stark nach vorne springt. Man muss zudem darauf achten, dass der Bogen bei starker Kopflastigkeit nicht während des Auszugs nach unten wandert, so dass man im Vollauszug wieder nach oben ins Ziel gelangen muss. Das kostet Kraft.
Wie viel Gewicht du brauchst und wie das ganze variiert sein sollte, ist was ganz individuelles. Viel Gewicht ist gut, aber man muss es auch halten können. Wenn die Schulter sich meldet, ist das dauerhaft ziemlich schlecht. Sinnvoll ist ein sehr leichter Stabi, an dem man nach Belieben Gewichte schrauben kann. Schwer machen geht immer irgendwie.
Wie lang der Stabi sein sollte und in welchem Winkel was steht, muss getestet werden. Das hängt auch davon ab, mit welchem Griff du schießt und wo dein Druckpunkt ist. Das ganze sollte so sein, dass der Bogen gut während des Auszugs ins Gold gebracht werden kann und er sich gerade aufstellt.
Da du ja offenbar noch nicht lange schießt, wird sich bei dir noch einiges ändern. Du wirst sicherlich auch noch einiges an deinem Bogen und Stabisystem ändern. Als ich das erste mal mit einem kompletten System geschossen habe, habe ich erst mal nur etwas irgendwie drangeschraubt. Mittlerweile probiere ich rum bis es mir gefällt.
Bogenschützin mit Leib und Seele, seit fast 13 Jahren! *love*
WiaWis ATF DX, Uukha SX+ 36#, 68", Shrewd Revel-Stabis, Easton ACE & X7
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- mark1968
- Moderator
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- Registriert: 16. Jul 2018, 12:05
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Re: Seitenstabi - Entscheidungshilfe
Stabilisation - Eine unendliche Geschichte.
Wenn man hier 10 Schützen nach Ihren Empfehlungen und Erfahrungen befragt, wird man sicherlich 20 Antworten erhalten. Ich finde die Videos von Jake Kaminskis immer sehr hilfreich. Das Thema Stabi Set-Up hat er hier ganz gut erklärt. Vorbau Ja oder Nein, verstellbare V-Bar oder starr, Kopflastig oder ausgewogen, gerader Frontstabi oder abgewinkelt, mit oder ohne Dämpfer-Elemente. Ich finde das sehr individuell und jeder muss da für sich sein eigenes Set-Up finden. Vielleicht gibt es hier ja Vereinskollegen, die Dir da mal helfen und Dich ihr Stabisystem an Deinem Bogen testen lassen. Ansonsten kannst Du das i.d.R. bei jedem guten Händler machen. Auch kann sich das System immer mal wieder ändern, weil man einfach das Gefühl hat, dann doch mit einer Erweiterung oder Änderung, besser zielen/schießen zu können.
Wenn man hier 10 Schützen nach Ihren Empfehlungen und Erfahrungen befragt, wird man sicherlich 20 Antworten erhalten. Ich finde die Videos von Jake Kaminskis immer sehr hilfreich. Das Thema Stabi Set-Up hat er hier ganz gut erklärt. Vorbau Ja oder Nein, verstellbare V-Bar oder starr, Kopflastig oder ausgewogen, gerader Frontstabi oder abgewinkelt, mit oder ohne Dämpfer-Elemente. Ich finde das sehr individuell und jeder muss da für sich sein eigenes Set-Up finden. Vielleicht gibt es hier ja Vereinskollegen, die Dir da mal helfen und Dich ihr Stabisystem an Deinem Bogen testen lassen. Ansonsten kannst Du das i.d.R. bei jedem guten Händler machen. Auch kann sich das System immer mal wieder ändern, weil man einfach das Gefühl hat, dann doch mit einer Erweiterung oder Änderung, besser zielen/schießen zu können.
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Re: Seitenstabi - Entscheidungshilfe
Hej,
ja das musst du Ausschießen.... Die Antwort der Erfahrenen Schützen.
Ich bekam ein 28" Frontstabi + Dämpfer + 50 gr Gewicht aufgeschraubt.
Nun probier mal.
Wochen später, ich war ja Anfänger, habe ich mehr Gewicht aufgeschraubt,
100gr. Der Gummidämpfer hat sich nichtmal leicht gebogen. So ab
130.. 150 gr biegt es sich leicht an. Das wäre es. Aber das war zu kopflastig.
Von oben nach unten ins Gold laufend, leicht unterhalb gelandet habe ich
Den Recurvebogen nur mühsam nach oben drücken können.
Also ab ins www und you.tube. Viel Info, aber keine wirkliche HILFE !
Dann endlich das entdeckt:
Zum Thema Stabilisation gibt es zahlreiche Mythen und Fakten. In diesem Video von Elmar Harbecke zusammen mit Prof. Dr. Christian Spura von der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) die wissenschaftlichen Grundlagen durch.
Wieviel Gewicht braucht man? Wie lang soll der Stabi sein? Wie ist die Gewichtsverteilung? Was ist das Momentum? Was ist die Massenträgheit? Welche Unterschiede gibt es in der Ebene, bergauf und bergab zu beachten? Wie beeinflussen uns all diese Faktoren? Was soll man beachten?
Viele Fragen, wir geben viele Antworten. Über 50 Minuten geballte Information mit anschaulichen Bespielen geben euch das Wissen an die Hand, um eure Stabilisation am Bogen individuell anzupassen.
https://m.youtube.com/watch?v=PkYf983SX ... ebQw%3D%3D
Nun fange ich so mal an:
Frontstabi + Dämpfer , Länge 29" und 150 gr Gewicht dran
VStabi, verstellbar Eigenbau
2 Heckstabi, Länge 11" mit je 100 gr.
Schwerpunkt:
Punkt1 : Sehnen Senkrechte auf Mitte Griffstück (Checkerpunkt)
Punkt2 : Wurfarm/Sehne Senkrechte zeigt auf Klicker Befestigung.
Also noch frontlastik - noch.
Nun kann ich mit dem "musst du Ausschießen" beginnen. Fühlt sich gut an.
Kann 40 Passen, 3 Pfeile, ohne Probleme abgeben.
Schaun mer mal
Wie seid ihr vorgegangen, welchen Weg habt ihr eingeschlagen?
ja das musst du Ausschießen.... Die Antwort der Erfahrenen Schützen.
Ich bekam ein 28" Frontstabi + Dämpfer + 50 gr Gewicht aufgeschraubt.
Nun probier mal.
Wochen später, ich war ja Anfänger, habe ich mehr Gewicht aufgeschraubt,
100gr. Der Gummidämpfer hat sich nichtmal leicht gebogen. So ab
130.. 150 gr biegt es sich leicht an. Das wäre es. Aber das war zu kopflastig.
Von oben nach unten ins Gold laufend, leicht unterhalb gelandet habe ich
Den Recurvebogen nur mühsam nach oben drücken können.
Also ab ins www und you.tube. Viel Info, aber keine wirkliche HILFE !
Dann endlich das entdeckt:
Zum Thema Stabilisation gibt es zahlreiche Mythen und Fakten. In diesem Video von Elmar Harbecke zusammen mit Prof. Dr. Christian Spura von der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) die wissenschaftlichen Grundlagen durch.
Wieviel Gewicht braucht man? Wie lang soll der Stabi sein? Wie ist die Gewichtsverteilung? Was ist das Momentum? Was ist die Massenträgheit? Welche Unterschiede gibt es in der Ebene, bergauf und bergab zu beachten? Wie beeinflussen uns all diese Faktoren? Was soll man beachten?
Viele Fragen, wir geben viele Antworten. Über 50 Minuten geballte Information mit anschaulichen Bespielen geben euch das Wissen an die Hand, um eure Stabilisation am Bogen individuell anzupassen.
https://m.youtube.com/watch?v=PkYf983SX ... ebQw%3D%3D
Nun fange ich so mal an:
Frontstabi + Dämpfer , Länge 29" und 150 gr Gewicht dran
VStabi, verstellbar Eigenbau
2 Heckstabi, Länge 11" mit je 100 gr.
Schwerpunkt:
Punkt1 : Sehnen Senkrechte auf Mitte Griffstück (Checkerpunkt)
Punkt2 : Wurfarm/Sehne Senkrechte zeigt auf Klicker Befestigung.
Also noch frontlastik - noch.
Nun kann ich mit dem "musst du Ausschießen" beginnen. Fühlt sich gut an.
Kann 40 Passen, 3 Pfeile, ohne Probleme abgeben.
Schaun mer mal
Wie seid ihr vorgegangen, welchen Weg habt ihr eingeschlagen?