Hallo,
Norbert Kostka musste, wie vielleicht nicht jeder mitbekommen hat, seinen Bogenladen aufgeben.
Doch er macht weiterhin YT-Videos. Vor Kurzem brachte er eine kleine Serie über Recurve-Stabilisation heraus und überraschte im dritten Teil mit einer genialen Bild-Überblendung von einem Bogen in der Schießmaschine einmal mit und einmal ohne angebauten Stabis.
Das Besondere daran: Der obere Wurfarm hat mit einem kopflastigen System eine andere Endstellung als ohne Stabi-System.
Ich verlinke mal auf das Video, doch absichtlich erst auf Sekunde 45 um mal seine Meinung/Vermutung warum dem so ist, außen vor zu lassen:
https://youtu.be/noielnzwREw?t=45
Leider kommt aus meiner Sicht aus dem Video nicht heraus welche dieser beiden Endstellungen der WA-Tips nun zu dem Stabi gehört.
Mich würde mal Eure Gedanken dazu interessieren. Was hat ein besonders kopflastiges System für Auswirkungen?
Hat jemand dazu ähnliche Erfahrungen oder vielleicht sogar Aufnahmen gemacht? Möchte jemand, der eine Schießmaschine zur Verfügung hat, das Ganze mal nachstellen um genauer sagen zu können wie die Wurfarme (Oberer UND Unterer) stehen wenn der Bogen kopflastig beschwert ist?
Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
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b_der_k_te
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Re: Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
Moin,
ich erinnere mich an eine frühere Diskussion mit Henning Lübkemann über den Einfluss schwerer Monosabilisatoren auf das Setup. Er berichtete mir damals, dass manche amerikanische Leistungsschützen mit schweren Monos sogar einen negativen Tiller einstellen, um so die Balance zwischen den Wurfarmen zu erreichen. Denn durch die Kopflastigkeit kommt relativ mehr Zug auf den oberen Wurfarm. Ein vergleichbarer Effekt wie beim Stringwalking.
LG, Heiko
ich erinnere mich an eine frühere Diskussion mit Henning Lübkemann über den Einfluss schwerer Monosabilisatoren auf das Setup. Er berichtete mir damals, dass manche amerikanische Leistungsschützen mit schweren Monos sogar einen negativen Tiller einstellen, um so die Balance zwischen den Wurfarmen zu erreichen. Denn durch die Kopflastigkeit kommt relativ mehr Zug auf den oberen Wurfarm. Ein vergleichbarer Effekt wie beim Stringwalking.
LG, Heiko
Target: Hoyt GMX - Border CV2-H 32 lbs - Skylon Paragon 800
Feld/3D: Hoyt Excel Formula - Border HEX6.6H 34 lbs - Skylon Brixxon 900
Feld/3D: Hoyt Excel Formula - Border HEX6.6H 34 lbs - Skylon Brixxon 900
Re: Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
hey,
Der Recurve wird schon kopflastig mit Frontstabi + Gummi Dämpfer + 50 gramm Gewicht. Schraube ich mehr Gewicht drauf, z.B 150gr dann zieht es mir den Bogen nach unten und die Gruppe wandert tief ab.
Fühle mich mit diesem Setup eher unwohl.
Mir sind die Erklärungen von Elmar Harbecke, Stabilisation, Mythen und Fakten aussagekräftiger.
https://m.youtube.com/watch?v=PkYf983SX ... GM7w%3D%3D
Der Schwerpunkt sollte beim Griffstück sein.
Der Recurve wird schon kopflastig mit Frontstabi + Gummi Dämpfer + 50 gramm Gewicht. Schraube ich mehr Gewicht drauf, z.B 150gr dann zieht es mir den Bogen nach unten und die Gruppe wandert tief ab.
Fühle mich mit diesem Setup eher unwohl.
Mir sind die Erklärungen von Elmar Harbecke, Stabilisation, Mythen und Fakten aussagekräftiger.
https://m.youtube.com/watch?v=PkYf983SX ... GM7w%3D%3D
Der Schwerpunkt sollte beim Griffstück sein.
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b_der_k_te
- Moderator
- Beiträge: 711
- Registriert: 28. Mai 2018, 09:38
- Wohnort: Wien
Re: Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
Ja hallo,
ist ja nicht so als ob ich das Video von Elmar und Christian nicht bereits vor der Themeneröffnung kannte. Falls es Dir nicht aufgefallen ist, die ersten beiden Kommentare unter dem Video stammen tatsächlich von mir.
Kostka selbst hat noch einen vierten Teil gemacht, in dem er auf eine Nachfrage von mir eingeht. Zugegeben, ich hatte mich bei der Fragestellung gedanklich etwas verrannt. Dadurch hat er wohl auch nicht ganz verstanden worauf ich eigentlich hinaus wollte.
Hier im Forum hatte ich gehofft tiefer in die Hintergründe zu gehen. Also was passiert physikalisch am oder im Bogen was ihn dann dazu veranlasst die Treffergruppen tiefer zu legen, wenn das Stabisystem kopflastiger wird.
Die Antwort von Heiko aka heisem geht schon sehr in diese Richtung. Wenn die Wurfarmspitzen - so wie Kostka meint - im Vollauszug durch die Sehne unverändert an der gleichen Stelle verbleiben, die Spannung aber laut Henning innerhalb der Wurfarme sich aber anders verteilt, dann wäre doch die logische Folge, dass das Mittelstück eine andere Drehposition einnimmt. Ist das schon der Grund warum der Abgangswinkel der Pfeile dann ein anderer ist, oder ist da noch mehr?
Ein ähnlicher Effekt (Spannungsverhältnisse in den Wurfarmen) dürfte doch auch auftreten wenn der Druckpunkt in der Griffschale in der Höhe varriert. Sicherlich spielt auch die Bogenart (Recurve oder Compound) eine Rolle und wie sehr der jeweilige Bogen darauf reagiert.
ist ja nicht so als ob ich das Video von Elmar und Christian nicht bereits vor der Themeneröffnung kannte. Falls es Dir nicht aufgefallen ist, die ersten beiden Kommentare unter dem Video stammen tatsächlich von mir.
Kostka selbst hat noch einen vierten Teil gemacht, in dem er auf eine Nachfrage von mir eingeht. Zugegeben, ich hatte mich bei der Fragestellung gedanklich etwas verrannt. Dadurch hat er wohl auch nicht ganz verstanden worauf ich eigentlich hinaus wollte.
Hier im Forum hatte ich gehofft tiefer in die Hintergründe zu gehen. Also was passiert physikalisch am oder im Bogen was ihn dann dazu veranlasst die Treffergruppen tiefer zu legen, wenn das Stabisystem kopflastiger wird.
Die Antwort von Heiko aka heisem geht schon sehr in diese Richtung. Wenn die Wurfarmspitzen - so wie Kostka meint - im Vollauszug durch die Sehne unverändert an der gleichen Stelle verbleiben, die Spannung aber laut Henning innerhalb der Wurfarme sich aber anders verteilt, dann wäre doch die logische Folge, dass das Mittelstück eine andere Drehposition einnimmt. Ist das schon der Grund warum der Abgangswinkel der Pfeile dann ein anderer ist, oder ist da noch mehr?
Ein ähnlicher Effekt (Spannungsverhältnisse in den Wurfarmen) dürfte doch auch auftreten wenn der Druckpunkt in der Griffschale in der Höhe varriert. Sicherlich spielt auch die Bogenart (Recurve oder Compound) eine Rolle und wie sehr der jeweilige Bogen darauf reagiert.
Re: Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
Hej,
habe mir die Videos von Kostka mehrmals angesehen.
Mit seiner Bogenspannhalterung erreicht/erzwingt er einen Drehpunkt im
Griffstück.
Die Sehne spannt er zwischen den Nockpunkten - fester Punkt.
Wenn nun das kopflastige Stabi, auch noch mit Abstandstück vor der
VBar, montiert wird, wird der Bogen nach vorne gedreht.
Seine Annahme dass der untere Bogenarm stabil steht und nicht
zum Schützen hin wandert, kann physikalisch nicht sein, da der Bogen
nicht nur oberhalb wegdreht. Sonst müsste sich ja das Mittelteil verbiegen!
Ergo die Pfeilgruppe liegt tiefer. Ist aber egal, da alle Schützen dieses
miit dem Visier korrigieren werden.
Eine Erkenntnis ist, diese Abstandstücke zwischen V-Bar und
Mittelstück sind kontraproduktiv, da der Schwerpunkt nur durch
noch höhere Rückstabigewichte mehr in Richtung Griffstück gelegt
werden kann.
Erkenntnis 2, bzw. meine Behauptung, wenn die Pfeil Gruppierung mit
Stabi zu tief liegt, dann sind die Gewichte der Rückstabis zu gering.
habe mir die Videos von Kostka mehrmals angesehen.
Mit seiner Bogenspannhalterung erreicht/erzwingt er einen Drehpunkt im
Griffstück.
Die Sehne spannt er zwischen den Nockpunkten - fester Punkt.
Wenn nun das kopflastige Stabi, auch noch mit Abstandstück vor der
VBar, montiert wird, wird der Bogen nach vorne gedreht.
Seine Annahme dass der untere Bogenarm stabil steht und nicht
zum Schützen hin wandert, kann physikalisch nicht sein, da der Bogen
nicht nur oberhalb wegdreht. Sonst müsste sich ja das Mittelteil verbiegen!
Ergo die Pfeilgruppe liegt tiefer. Ist aber egal, da alle Schützen dieses
miit dem Visier korrigieren werden.
Eine Erkenntnis ist, diese Abstandstücke zwischen V-Bar und
Mittelstück sind kontraproduktiv, da der Schwerpunkt nur durch
noch höhere Rückstabigewichte mehr in Richtung Griffstück gelegt
werden kann.
Erkenntnis 2, bzw. meine Behauptung, wenn die Pfeil Gruppierung mit
Stabi zu tief liegt, dann sind die Gewichte der Rückstabis zu gering.
Re: Was ändert sich bei einem kopflastigen Bogensetup?
Hej,
habe zu diesem Thema noch interessantes von einem User esemro,
Markus Schmöller, entdeckt.
https://www.esemro.com/know-how/stabili ... rpunktlage
habe zu diesem Thema noch interessantes von einem User esemro,
Markus Schmöller, entdeckt.
https://www.esemro.com/know-how/stabili ... rpunktlage